Fintech Typ: Factoring

Definition

Factoring bedeutet, dass Selbständige oder Unternehmen ihre offenen Rechnungen auf einen Dritten übertragen. Ein Beispiel: Der selbständige Webentwickler hat für Firma X einen Auftrag ausgeführt. Er will sich aber nicht selbst um die Rechnungstellung, das Warten auf Überweisung und ggf. Mahnen kümmern. Er kann Factoring-Unternehmen Y einfach damit beauftragen, das für ihn zu machen – und bekommt sein Geld vorab.

Hintergrund und aktuelle Entwicklungen

Das Prinzip ist nicht neu, wird aber wie so vieles durch die Digitalisierung dieser Tage enorm vereinfacht. Die Digitalisierung ermöglicht die Durchführung zu deutlich geringeren Kosten. Was wiederum bedeutet, dass Unternehmen Factoring schon ab niedrigeren Rechnungsbeträgen möglich machen können. Davon profitieren dann vor allem Freelancer, für die es bisher selten möglich oder zumindest nicht erschwinglich war, ein derartiges Angebot in Anspruch zu nehmen, weil sie in der Regel nicht die Volumnia in Rechnung stellen wie ein kleines oder mittelständisches Unternehmen.

Im Jahr 2016 sind diverse Start-ups auf der Bildfläche erschienen – oder erfolgreich geworden –, die diese Dienstleistung vor allem für Selbständige anbieten: Sie heißen Fundflow, Flex Payment, Decimo oder Bezahlt.de.